Joanna Quinn

Joanna entdeckte die Animation an der Middlesex University London während ihres Bachelor-Studiums im Fach Grafikdesign. In ihrem Abschlussfilm Girls Night Out – einer schlichten und humorvollen Antwort auf Machismo und einer Hommage an die ungehemmte weibliche Sexualität – feierte ihre ikonische Figur Beryl ihr Debüt. Dieser Film markierte den Beginn von Joannas Karriere als Animatorin und wurde 1987 beim Internationalen Animationsfilmfestival von Annecy mit drei Preisen ausgezeichnet. Beryl stand im Mittelpunkt von zwei weiteren Filmen, Body Beautiful und Dreams & Desires – Family Ties, und die Politik der Geschlechterrollen und Unterdrückung sowie Joannas obsessive Faszination für die Eigenheiten des menschlichen Körpers wurden zu den zentralen Themen ihres Schaffens. 1993 festigte Joanna mit Britannia, einer eindringlichen Kritik am britischen Imperialismus, ihren Ruf weiter, und ihr jüngster Beryl-Film Affairs of the Art brachte ihr eine Oscar-Nominierung ein. Ihre Filme wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter vier BAFTAs, drei Emmys und zwei Oscar-Nominierungen. Sie ist zudem eine engagierte Pädagogin, hält Ehrendoktorwürden von drei britischen Universitäten und ist Ehrenmitglied am Royal College of Art in London. In jüngster Zeit hat sich Joanna der Unterstützung eines Teams von Animatorinnen in Gaza und der Förderung der von vertriebenen Kindern geschaffenen Animationsfilme gewidmet. Sie leitete eine weltweite Initiative namens „Gaza with Love“, die zur Produktion von über 300 Filmen aus mehr als 50 Ländern führte, in denen Liebe und Unterstützung für die Menschen in Gaza zum Ausdruck gebracht wurden.

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