Aktuelle Langfilme

Bouchra

Als sich die marokkanische Regisseurin Bouchra im Film mit ihrer queeren Identität auseinandersetzt, verschwimmen die Erzählebenen zunehmend. Für diese autobiografisch inspirierte Metafiktion kombinieren Meriem Bennani und Orian Yani Barki reduziert animierte Tierfiguren mit realen Hintergrundbildern.

Bouchra, eine Schakalin Mitte dreissig aus Marokko, lebt bereits seit einiger Zeit in Brooklyn, New York. In ihrem engen Apartment im zwölften Stock hat sie zwar noch immer keine Möbel, dafür tropft es konstant von der Decke. Dort schreibt die junge Filmemacherin unaufhörlich an ihrem semiautobiographischen Projekt, in dem sie sich mit ihrer Identität als Lesbe und mit der daraus resultierenden gestörten Beziehung zu ihrer Mutter auseinandersetzt. Diese lebt mit dem Rest von Bouchras Familie noch immer in Casablanca und schweigt das Thema seit einem knappen Jahrzehnt gekonnt tot. Mit dem Vorwand, Recherchen für ihren Film zu betreiben, möchte Bouchra dies in längst überfälligen Telefongesprächen in die Heimat nun ändern.

Nach dem grossen Erfolg der während der Corona-Pandemie entstandenen Webserie «2 Lizards» von Meriem Bennani und Orian Berg folgt mit «Bouchra» nun ihr langersehntes Langfilmdebüt. Die beiden legen nicht nur bei Regie und Skript Hand an, sondern sprechen auch primäre Figuren im Film in Englisch, Französisch und Arabisch ein ­– darunter auch Yoni, eine Eidechse, die Fans der Webserie bekannt vorkommen dürfte.

Animiert wurde der Film mit der Open-Source-3D-Software Blender, wobei die Hintergründe aus Life-Action-Aufnahmen aus New York und Marokko konzipiert sind. Das Resultat ist ein surrealistisches Bild des Künstler*innenlebens im Bruch kultureller Normen mit hypnotisch kantiger Animation und sanften Emotionen. (Yuna Hoch)

Bouchra, eine Schakalin Mitte dreissig aus Marokko, lebt bereits seit einiger Zeit in Brooklyn, New York. In ihrem engen Apartment im zwölften Stock hat sie zwar noch immer keine Möbel, dafür tropft es konstant von der Decke. Dort schreibt die junge Filmemacherin unaufhörlich an ihrem semiautobiographischen Projekt, in dem sie sich mit ihrer Identität als Lesbe und mit der daraus resultierenden gestörten Beziehung zu ihrer Mutter auseinandersetzt. Diese lebt mit dem Rest von Bouchras Familie noch immer in Casablanca und schweigt das Thema seit einem knappen Jahrzehnt gekonnt tot. Mit dem Vorwand, Recherchen für ihren Film zu betreiben, möchte Bouchra dies in längst überfälligen Telefongesprächen in die Heimat nun ändern.

Nach dem grossen Erfolg der während der Corona-Pandemie entstandenen Webserie «2 Lizards» von Meriem Bennani und Orian Berg folgt mit «Bouchra» nun ihr langersehntes Langfilmdebüt. Die beiden legen nicht nur bei Regie und Skript Hand an, sondern sprechen auch primäre Figuren im Film in Englisch, Französisch und Arabisch ein ­– darunter auch Yoni, eine Eidechse, die Fans der Webserie bekannt vorkommen dürfte.

Animiert wurde der Film mit der Open-Source-3D-Software Blender, wobei die Hintergründe aus Life-Action-Aufnahmen aus New York und Marokko konzipiert sind. Das Resultat ist ein surrealistisches Bild des Künstler*innenlebens im Bruch kultureller Normen mit hypnotisch kantiger Animation und sanften Emotionen. (Yuna Hoch)


Info

Regie Orian Yani Barki
Dauer 83'
Land IT/MA/US, 2025

Termine & Tickets

Mi. 2.9. • 18:30
Kino Sterk 1

Sa. 5.9. • 14:15
Kino Orient

So. 6.9. • 10:00
Kino Trafo 3

16+ 83' English, French, Arabic

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